Mit diesem Training wollen wir helfen, dass Stieffamilien ihr Zusammenleben deutlich verbessern. Die Reihenfolge der verschiedenen Schritte ist beliebig - aber verzichten sie möglichst auf keinen. Üben sie bereits erarbeitete und bewährte Schritte weiter auch wenn sie einen neuen hinzunehmen.
>> Pflegen sie ihre Liebe
Einmal pro Woche auftanken, nur für sie beide. Unternehmen sie Beide etwas gemeinsam wie Kino, Theater oder Sauna. Nehmen sie sich einen Babysitter und besprechen sie in dieser gemeinsamen Zeit keine Familienprobleme
Nehmen sie sich täglich 20 Minuten nur zu Zweit (Teetrinken, Reden). Hängen sie ein Schild an vor die Tür: Nicht klopfen, außer du hast dir wehgetan
>> Lassen sie jedem persönliche Freiheit
Jedes Familienmitglied braucht einen Raum, der nur ihm gehört. Wenn man erfinderisch ist, geht das auch in einfachen Wohnverhältnissen. Ein Sessel mit Bücherregal im Schlafzimmer, ein Baumhaus im Garten, eine kuschelige Kellerecke. Mit etwas Kreativität findet jeder seinen Rückzugsort.
Jede oder Jeder bekommt 2 Stunden pro Woche für sich ganz allein. Für diese Zeit müssen die anderen Familienmitglieder und ihre Pflichten zurückstehen.
>> Stärken sie ihr Familiengefühl
Sagen sie sich jeden Tag einmal, was sie aneinander gut finden. Zuerst die Erwachsenen, dann je ein Erwachsener und ein Kind, dann die Kinder miteinander. Beispiele:
"Dass das Tischabräumen so schnell ging",
"das du nicht reingeredet hast, als ich von der Schule erzählt habe",
"dass du heute so gute Laune hast".
Auch Kleinigkeiten sind lobenswert.
>> Nehmen sie sich Zeit für ihre leiblichen Kinder
Machen sie einmal pro Woche etwas schönes zusammen - unabhängig vom Verhalten des Kindes: Ein Spiel zu Zweit, zusammen kochen, gemeinsam ein Buch lesen oder basteln, ins Kino gehen, einen Stadtbummel.
>> Bemühen sie sich um ihre Stiefkinder!
Machen sie einmal in der Woche etwas allein mit ihrem Stiefkind - Lieblingsessen kochen, eine Überraschung für seinen Vater, seine Mutter planen. Zeigen sie dabei ehrliches Interesse! Wenn das Stiefkind sich weigert: nicht drängen. Fragen sie in der nächsten Woche wieder.
>> Schaffen sie gemeinsame Erinnerungen
Planen sie einmal im Monat eine gemeinsame Aktivität für die ganze Familie, möglichst zusammen mit den Teenagern in ihrer Familie (zusammen malen, zum Konzert gehen, Brot backen).
Begründen sie eine neue Tradition für ihre Familie (Samstags Pizza essen gehen, gemeinsam Brettspiele spielen, ein Picknick machen).
>> Arbeiten sie mit der "anderen" Familie ihres Kindes zusammen!
Zeigen sie ihren Ex-Partnern Wertschätzung schriftlich oder mündlich.
Treffen sie Verabredungen für ihre Kinder direkt mit ihrem Ex-Partner (nicht über die Kinder), und geben sie ihren Kindern Zeit, sich nach dem Zurückkommen wieder zu Hause einzugewöhnen.
Wenn sie Probleme mit dem Ex-Partner besprechen müssen:
Tun sie das nur, wenn ihre Kinder nicht zuhören können.
>> Hüten sie sich vor ihren eigenen oft zu großen Erwartungen
Viele Stiefväter oder - mütter wollen gerne als Papa oder Mama angesprochen werden. Aber Vorsicht ist geboten, sie sind es nicht.
Suchen sie das Gespräch mit den Kindern und lassen sie dem Nachwuchs die Wahl. Ob Papa oder Mama oder der Vorname sagt nichts über die Beziehung.
>> Die Patchwork-Familie ist immer wieder Thema für ihr Gebet.
Beten sie für die Kinder, die angenommen, die eigenen;
Beten sie für den Partner, auch für den Expartner;
Bitten sie Gott um seinen Segen für die neue Familie.